Kreuzfahrtwissen

Landausflüge planen

Ausflug der Reederei, auf eigene Faust oder mit lokalem Anbieter – was zu dir passt und worauf du achtest.

Die Häfen sind für viele Gäste ein Höhepunkt der Kreuzfahrt. Wie du sie erkundest, entscheidest du selbst. Du kannst einen Ausflug bei der Reederei buchen, einen Anbieter vor Ort wählen oder einfach losgehen. Jede Variante hat Vor- und Nachteile. Am wichtigsten ist eine Regel: Sei rechtzeitig zurück an Bord.

Die drei Möglichkeiten

Ausflug über die Reederei

Die Reedereien bieten in den Häfen ein Ausflugsprogramm an, von der Stadtführung bis zur Tagestour ins Hinterland. Durchgeführt werden die Ausflüge oft von örtlichen Agenturen. Mein Schiff schreibt zum Beispiel, dass die Landausflüge größtenteils vermittelt und von örtlichen Agenturen veranstaltet werden. Wo keine deutschsprachige Reiseleitung zur Verfügung steht, finden Ausflüge dort gegebenenfalls auf Englisch statt.

Der große Vorteil: Der Ausflug ist auf die Liegezeit abgestimmt. Royal Caribbean zum Beispiel sagt zu: Verspätet sich ein Ausflug der Reederei, wartet das Schiff. Kann es ausnahmsweise nicht warten, bringt die Reederei dich auf ihre Kosten zum Schiff. Wie es bei deiner Reederei geregelt ist, steht in den Ausflugsbedingungen.

Passt zu dir, wenn du einen Hafen zum ersten Mal besuchst, die Sehenswürdigkeiten weit vom Hafen entfernt liegen oder du die Rückkehr über den Ausflugsanbieter organisieren lassen möchtest.

Auf eigene Faust

Manche Häfen liegen nah an der Altstadt. Dann kannst du zu Fuß, mit Bus, Bahn oder Taxi losziehen. Du bestimmst Tempo und Programm selbst. Dafür trägst du das Risiko allein: Royal Caribbean und nicko cruises schreiben ausdrücklich, dass das Schiff nicht auf Gäste wartet, die auf eigene Faust unterwegs sind. Verpasst du die Abfahrt, musst du in der Regel auf eigene Kosten zum nächsten Hafen nachreisen.

Passt zu dir, wenn du gern selbst planst, den Hafen schon kennst oder nur einen Stadtbummel machen willst.

Mit einem Anbieter vor Ort

Du kannst auch einen Ausflug bei einem lokalen Anbieter buchen, zum Beispiel eine private Tour. Das kann persönlicher sein und besser zu deinen Wünschen passen. Für das Schiff bist du damit aber auf eigene Faust unterwegs. Verlass dich deshalb nicht darauf, dass das Schiff bei einer Verspätung wartet. Gib dem Anbieter deine Rückkehrzeit und plane genug Puffer ein.

„Alle an Bord“: die wichtigste Uhrzeit

Im Tagesprogramm steht, wann du spätestens wieder an Bord sein musst. Diese Zeit liegt vor der Abfahrt. nicko cruises nennt den Grund: Wegen angemeldeter Liege- und Schleusenzeiten kann ein Schiff nicht auf verspätete Gäste warten.

  • Plane großzügig Puffer ein, auch für Verkehr und Warteschlangen am Schiff.
  • Kläre vor dem Landgang, welche Uhrzeit für deine Rückkehr gilt.
  • Nimm deine Bordkarte mit. Sie dient beim Verlassen und Betreten des Schiffs als Ausweis.
  • Schau in die Reiseunterlagen, ob du an Land zusätzlich einen Ausweis brauchst.

Tenderhäfen

Nicht jedes Schiff kann direkt am Kai anlegen. Manchmal liegt es vor Anker, und kleine Boote, die Tender, bringen die Gäste an Land. Mein Schiff markiert solche Häfen im Fahrplan mit einem Ankersymbol. Die Reederei weist auch darauf hin, dass Hafenbehörden kurzfristig eine Ankerposition zuweisen können. Für dich heißt das: Plane mehr Zeit ein. Die Fahrt mit dem Tender und das Warten am Anleger brauchen Zeit, auch auf dem Rückweg.

Vorab buchen oder an Bord?

Viele Reedereien bieten an, Ausflüge schon vor der Reise zu reservieren. Bei A-ROSA zum Beispiel kannst du Landausflüge vorab online unverbindlich reservieren. Gebucht wird an Bord. nicko cruises bietet für viele Flussreisen ein Ausflugspaket zur Vorausbuchung an, weitere Ausflüge kannst du vor Ort nach Verfügbarkeit dazubuchen. Bei Mein Schiff gibt es in den Tarifen PRO und PLUS einen Rabatt auf Ausflüge, die über die Reederei vermittelt werden. Lies vor der Buchung die Bedingungen: Was passiert, wenn du absagst oder der Hafen ausfällt?

Mit eingeschränkter Mobilität

Wenn du nicht gut zu Fuß bist oder einen Rollstuhl nutzt, frag vor der Buchung genau nach. Achte in der Ausflugsbeschreibung auf den Schwierigkeitsgrad. Mein Schiff bietet zum Beispiel Ausflüge mit dem Grad „Extraleicht“ an. Sie sind vorab reservierbar und auch für Gäste geeignet, die wenige Schritte gehen können, selbst in den Bus einsteigen können und einen faltbaren Rollstuhl mitnehmen.

Schwierig können steile Gangways und Tenderhäfen sein. Mein Schiff behält sich vor, Rollstuhlfahrer je nach Wetter und Hafen nach Entscheidung des Kapitäns nicht im Tender zu befördern. Kläre vorab mit deiner Reederei, ob eine Tenderfahrt mit deinem Rollstuhl möglich ist. Auf dem Fluss gilt: Laut nicko cruises ist keines ihrer Flussschiffe barrierefrei.

Wir beraten dich

Du möchtest wissen, ob ein Hafen gut zu Fuß zu erkunden ist oder ob sich ein Ausflug lohnt? Sprich uns an. In der persönlichen Beratung helfen wir dir, die Landtage deiner Reise zu planen. Was du für Ausflüge einpacken solltest, steht in unserer Packliste.