Der Rhein ist der Klassiker unter den Flusskreuzfahrten. Er fließt rund 1.230 Kilometer von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee bei Rotterdam. Auf rund 880 Kilometern ist er für große Schiffe befahrbar. Unterwegs liegen Städte wie Basel, Straßburg, Mainz, Koblenz, Köln und Düsseldorf. Viele Reisen beginnen in Deutschland, du hast also oft keine lange Anreise.
Beste Reisezeit
Im Frühjahr ist es entlang des Flusses noch ruhig, im Sommer sind die Abende lang und du sitzt gern an Deck. Im Herbst färben sich die Weinberge am Mittelrhein. In der Adventszeit gibt es kurze Reisen zu den Weihnachtsmärkten, zum Beispiel ab Köln Richtung Amsterdam oder flussaufwärts nach Koblenz und Rüdesheim. Bedenke: In trockenen Sommern kann der Wasserstand stark sinken. Mehr dazu unten bei „Gut zu wissen“.
Typische Routen und Orte
- Mittelrhein: Zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz liegt das Obere Mittelrheintal, seit 2002 UNESCO-Welterbe. Auf etwa 65 Flusskilometern prägen rund 40 Burgen, Schlösser und Festungen das Bild. Bei Sankt Goarshausen fährst du an der Loreley vorbei, hier ist der Rhein nur rund 130 Meter breit.
- Köln und der Niederrhein: Der Kölner Dom ist seit 1996 Welterbe. Von Köln geht es oft nordwärts über Düsseldorf in die Niederlande.
- Oberrhein: Zwischen Basel und Bingen liegen Straßburg und Mainz. Längere Reisen verbinden Basel mit Amsterdam.
- Kombinationen: Viele Routen biegen bei Koblenz auf die Mosel oder bei Mainz auf den Main ab. Nordwärts geht es weiter nach Holland und Belgien.
Für wen passt das?
Der Rhein passt gut, wenn du zum ersten Mal eine Flusskreuzfahrt machst. Die Wege sind kurz, die Orte liegen dicht beieinander und du kannst viele Städte zu Fuß vom Anleger aus erkunden. Kurzreisen von wenigen Tagen eignen sich zum Ausprobieren. Wer mehr Zeit hat, verbindet auf einer Woche oder länger mehrere Länder. Auch Weinfreunde und Leute, die gern Geschichte und Burgen sehen, kommen auf ihre Kosten.
Gut zu wissen
Am Mittelrhein liegt der Pegel Kaub. Er gilt als Engstelle für die Schifffahrt. Ende September 2026 fiel er auf einen historischen Tiefstand. Wichtig: Der Pegelstand ist nicht die Wassertiefe. Er ist ein Messwert an einem festen Punkt, die Fahrrinne liegt tiefer. Die Reedereien beobachten die Lage täglich. Bei Niedrigwasser ändern sie die Route, tauschen Schiffe oder organisieren Transfers. Eine Absage ist das letzte Mittel.
Fallen zugesagte Häfen weg, kann das ein Reisemangel sein. Ob dir eine Minderung zusteht, hängt vom Einzelfall ab. Frag uns, wir helfen dir dabei.
Du möchtest wissen, welche Reise zu dir passt? Schau in die Kreuzfahrtsuche oder lass dich persönlich beraten.







